Business Rules sind überall

Entscheidungen automatisieren

Wie Ihnen der Business Rules Ansatz durch das Automatisieren operativer Entscheidungen hilft die operative Flexibilität Ihres Unternehmens zu erhöhen. Business Rules (also Geschäftsregeln) sind zum einen Aussagen, Vorgaben oder Vorschriften, die Ihre Unternehmensrichtlinien ausdrücken oder Handlungsanweisungen vorgeben. Diese Regeln finden sich in jedem Unternehmen auf Tritt und Schritt. Oft sind diese Anweisungen nicht als „Regel“ definiert, das ändert jedoch nichts an der „regelnden Wirkung“. Die Regeln sind vorhanden und bestimmen die Abläufe innerhalb des Unternehmens. Die Buchhaltung muss z.B. bestimmte Praktiken einhalten, die Exportabteilung muss Zollgesetze beachten, die Fertigungsplanung ist an Vorschriften gebunden und die Produkt- oder Servicegestaltung wird durch Regeln gesteuert. 

Regeln überall Regeln

Solche Regeln oder regelnde Vorgaben können mit dem Business Rules-Ansatz schnell in die Prozessabläufe integriert werden. Komplexe Berechnungen, Prüfungen oder Entscheidungen sind ebenfalls Business Rules, denn auch hier werden Regeln angewandt. Für z.B. die Prüfung eines Kreditantrags sind im Prozessverlauf zahlreiche Entscheidungen zu treffen oder Berechnungen (z.B. die Ausfallwahrscheinlichkeit) anzustellen. Solche Prozessschritte folgen festen Regeln und fallen häufig an. Solche Regeln werden häufig geändert, um sich wechselnden Marktgegebenheiten anzupassen. Da die Regeln vom Fachbereich geändert werden können, sind Änderungen schnell umzusetzen ohne auf die IT warten zu müssen. Regeln, überall Regeln. Der Business Rules Ansatz hilft Ihnen diese operativen Entscheidungen zu automatisieren. Dafür eignen sich Situationen, die oft auftreten und in derselben Weise entschieden werden (für Einzelfallentscheidungen macht eine Automatisierung keinen Sinn).

Agil, flexibel und nachvollziehbar

Business Rules sind dabei im Vergleich zu einer klassischen Programmierung deutlich im Vorteil. Statt Entscheidungen/Prüfungen/Berechnungen in einer unverständlichen Programmiersprache zu codieren, werden diese als „Regeln“ von den Fachexperten selbst in verständlicher Sprache formuliert. Der Fachexperte kann somit die Regeln ohne Hilfe der IT ändern und an neue Rahmenbedingungen anpassen. Er kann Regeln testen, durch Probeläufe Ergebnisse simulieren, Veränderungen vornehmen und die neuen Regeln schließlich in Betrieb nehmen, ohne auf die IT warten zu müssen.

„Die Grundidee ist, dass fachliche Anforderungen nicht mehr in einem Programmcode stehen, sondern verständlich formuliert in Regeln, die durch eine Business Rules Engine ausgeführt werden.“
IT Leiter
einer Versicherung

Integration der Regelwerke in Ihre IT-Struktur

Den Kern des BR-Ansatzes bildet das Ausführen von Geschäftsregeln. Dazu überführt ein sogenanntes Business Rules Management System (BRMS) die Regeln automatisch in eine für den Computer ausführbare Form. Eine Anwendung wird dann benutzt, um über eine Schnittstelle Daten an das Regelwerk zu senden (siehe Abbildung unten). Durch das Anwenden der Regeln auf die erhaltenen Daten werden neue Informationen erzeugt. Diese werden dann zurück an die Anwendung gesendet. Die konkrete Umsetzung von Regelanwendungen ist abhängig vom gewählten BRMS. Viele BRMS erzeugen automatisch einen Web Service, die inzwischen häufigste Form der Integration mit einer Anwendung. Es gibt jedoch viele weitere Möglichkeiten, wie eine asynchrone Einbindung oder die Integration in Programme, die unter Großrechnerbetriebssystemen wie z/OS laufen.

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